Ein ukrainisches Amt darf keine schwarze Liste veröffentlichen, auf der Demokraten und Demokratinnen stehen. Die Kolumnevom 25.08.2022
Das war ein unerhörter Vorgang: Am 14. Juli veröffentlichte eine ukrainische Regierungsbehörde, die sich dem Kampf gegen Desinformation widmet, auf ihren Internetseiten eine schwarze Liste von 75 „Informationsterroristen“, auf der Rolf Mützenich mit Name und Passbild erschien.
Screenshot der Internetseite des „Zentrums gegen Desinformation“ vom 14.07. bis etwa 15.08.2022
Außer dem Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion fanden sich auch die Autorin Alice Schwarzer sowie die namhaften deutschen Politikwissenschaftler Christian Hacke und Johannes Varwick auf diesem digitalen Fahndungsplakat. Sie alle, so behauptet das Zentrum zur Bekämpfung von Desinformation beim Nationalen Sicherheitsrat der Ukraine, betrieben das Geschäft der russischen Propaganda und würden deren Lügen verbreiten.
am 13. September 2017 in der „Ständigen Vertretung“ am Berliner Schiffbauerdamm
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Mit Matthias Platzeck, Ministerpräsident von Brandenburg, zur Ausstellungseröffnung „fotogen & plakativ“ am 16. März 2011 im Historischen Waisenhaus, Potsdam. Foto Manfred Mayer
Seit ich zum Beginn des Jahres die Nachricht erhielt, dass Manfred Butzmann gestorben ist, muss ich an die vielen Begegnungen mit diesem mir sehr vertrauten, in seinen Intentionen sehr nahen Künstler denken. Er hat für eine meiner Ausstellungen in Berlin – acht Jahre vor dem Mauerfall! – das Plakat entworfen. Die Collage mit einem Kopf als leerer Heringsdose und dem Titel „Die Gedanken sind frei“ versah er hintersinnig deutlich mit der Zeitdauer der Ausstellung in der Galerie des staatlichen Kunsthandels der DDR. Das fiel dessen Generaldirektor noch rechtzeitig auf und die 350 gedruckten Plakate mit dem Hinweis auf die zeitlich befristete Gedankenfreiheit waren an keiner Ost-Berliner Lifass-Säule zu sehen.
Wahrscheinlich hat uns Klaus Werner zusammengebracht, der unermüdliche, engagierte Kunsthistoriker und Leiter der Galerie „Arkade“ am Strausberger Platz, wo ich 1976 meine erste Einzelausstellung in der DDR zeigen konnte. Butzmann folgte mir dort vier Jahre später, kurz danach endete Werners Amtszeit durch fristlose Entlassung – im gleichen Jahr, als auch Butzmanns Plakat der Öffentlichkeit entzogen wurde.
Manfred Butzmann gehörte im Osten Deutschlands zu den mutigsten und wichtigsten Vertretern einer künstlerischen Gegenöffentlichkeit. Allgegenwärtiger Propaganda zur Lobpreisung des sozialistischen Alltags begegnete er mit künstlerisch-kritischem Affront. Mit „Heimatkunde“ überschreibt er seine Erkundungen zur Zerstörung von Stadträumen. Die Vermüllung von Fußwegen dokumentiert er mit seinen Fotoplakaten „BÜRGER, schützt Eure STEIGE!“.
„Ein Platz für Bäume“ zeigt noch die vielen abgeholzten Spuren einstigen Stadtgrüns. Eine Spielzeug-Maschinenpistole steckt in einem Mülleimer. Es genügt der Schriftzug „Zum Beispiel“ um eine pazifistische Botschaft auszusenden, die der Aufforderung zur steten „Wehrbereitschaft“ Hohn spricht.
Es ist diese Art subtiler Welt- und Umweltbetrachtung, die gerade noch dem Verbot, öffentlich gezeigt zu werden, entgeht.
Im Potsdamer historischen Waisenhaus, dem Sitz der gemeinsamen Landesplanung Berlin-Brandenburg, stellten wir 2011 gemeinsam unsere Fotos und Plakate und Manfred Butzmann seine „Abreibungen“ (Kopien historischer Spuren auf Holz und Mauerwerk) vor. Matthias Platzek ließ es sich als damaliger Ministerpräsident Brandenburgs nicht nehmen, die Ausstellung „fotogen & plakativ“ als „Beispiel einer dreißigjährigen Künstlerfreundschaft“ zu eröffnen.
Platzeck erinnerte daran, dass wir beide mit unseren zeitkritischen Werken für die Politik unbequem waren und geblieben sind: „Für den Einen – Manfred Butzmann – führte diese Kompromisslosigkeit mehrfach zu Druckverboten seiner Werke in DDR. Der Andere – Klaus Staeck – bekam im Westen zuweilen mehr Druck, als ihm selbst lieb sein konnte. Abgeordnete entfernten seine Plakate von den Wänden und mussten doch einsehen: Dem kollektiven Gedächtnis waren viele seiner aufrüttelnden Collagen nicht zu entreißen… Das gilt bis heute!“
Beide Künstler haben es nach Überzeugung Platzecks hervorragend verstanden, „zeitkritisch zu sein und zugleich die großen zeitlosen Ziele der Menschheit einzufordern: Meinungsfreiheit, Gerechtigkeit, Respekt für Menschen aller Herkunft und für ´Heimat´ in allen Facetten, Respekt auch für den Planeten, auf dem wir alle nur zu Gast sind. Beide haben sich immer dagegen verwahrt, von der Politik oder einzelnen Parteien vereinnahmt zu werden, ob in der Demokratie oder in der Diktatur. Aber politischer und im besten Sinne ´basisdemokratischer´ hätte ihre Kunst kaum sein können“, so damals Matthias Platzeck in seiner Eröffnungsrede.
Es ist ein großes Glück, dass es Michael Krejsa, dem Leiter des Archivs Bildende Kunst in der Akademie der Künste, gelungen ist, Manfred Butzmann dafür zu gewinnen, sein reiches Konvolut der über Jahrzehnte geführten Skizzenbücher dem Archiv zu übergeben, wo bereits der schriftliche Nachlass von Klaus Werner aufbewahrt wird.
Auch mein Vorlass ist zu einem großen Teil bereits im Archiv der Berliner Akademie deponiert. So trifft man sich wieder.
Ausstellung wurde am 7. November im Willy-Brandt-Haus eröffnet und ist bis April 2026 zu sehen
Im März 1982 erschien in Ostberlin mit ENTWERTER/ODER die erste illegal herausgegebene original-grafische Künstlerzeitschrift. Gründer und Initiatoren waren Uwe Warnke und Siegmar Körner. Das Projekt kombinierte Schreibmaschine, Grafik und Fotografie zu handgebundenen Unikaten, die im privaten Umfeld weitergereicht wurden.
Herausgeber Uwe Warnke, Klaus Staeck, SPD-Schatzmeister Dietmar Nietan und die langjährige Ausstellungskuratorin und künstlerische Leiterin des Freundeskreises Willy-Brandt-Haus, Gisela Kayser bei der Ausstellungseröffnung am 7. November. Foto Manfred Mayer
Als mutiger Akt gegen staatliche Kontrolle und Stimme der subkulturellen Gegenöffentlichkeit war ENTWERTER/ODER ein Pionier innerhalb des ständig von der Stasi observierten „Zeitschriftenunwesens“ und zugleich ein zentrales Forum für künstlerische Selbstbehauptung. Mit dabei waren unter anderem Harald Hauswald, Claus Bach, Kurt Buchwald, Ruth Wolf-Rehfeldt, Peter Wawerzinek und Strawalde.
ENTWERTER/ODER regte auch in anderen Städten in der späten DDR Herausgeber, Autoren und Künstler zu ähnlichen Projekten an.
Bis heute sind 102 reguläre Ausgaben und 28 Sonderhefte erschienen. Über 500 nationale und internationale Künstlerinnen und Künstler waren in dieser Zeit beteiligt. „Alles geschah ohne jegliches kommerzielles Interesse. Wir waren jung und auf Ärger vorbereitet. Wir hatten nichts zu verlieren. Wir taten etwas, ohne zu fragen. Genau das war das Politikum.“ (Uwe Warnke, Herausgeber ENTWERTER/ODER)
„KUNST FUER ALLE“ – ein Beitrag von Klaus Staeck für ENTWERTER/ODER. In der untersten Reihe Auszüge aus Stasi-Protokollen zur Observation der Beteiligten am Projekt.
Die Ibbenbürener Volkszeitung (IVZ) berichtet in ihrer Ausgabe vom 12. Oktober, dass die 2009 auf Initiative der Unternehmerfamilie Brenninkmeijer gegründete Draiflessen Collection eine bedeutende Sammlung von Buchkunstwerken erhalten hat. Sie stammt aus den Beständen der Kunstsammler Ingrid und Manfred Rotert, die zuvor bereits dem LWL Museum für Kunst und Kultur in Münster einen umfangreichen Bestand ihrer Beuys-Multiples übergeben hatten. „Mit dem Kontakt unter anderem zu Klaus Staeck, Walther König und einem wachsenden Netzwerk aus der Kunstszene fanden nach und nach, die meisten nach 2000, auch Künstlerbücher Eingang in die Sammlung – ein Genre, das beide bis heute fasziniert, besonders Ingrid Rotert, die sich stets für Grafik, Design und Typografie begeistert hat“, teilt das Museum in Mettingen/Westfalen mit.
Mit dem Konvolut werde die Sammlung der Draiflessen Collection um einen eigenständigen, künstlerisch wie bibliophil bedeutenden Bereich der Gegenwartskunst bereichert. „Das Sammlerehepaar Ingrid und Manfred Rotert aus Osnabrück hat der Institution 60 hochkarätige Künstlerbücher, Vorzugsausgaben und Mappenwerke der klassischen Gegenwartskunst als Schenkung übergeben. Die Sammlung umfasst herausragende Werke von Künstlern wie Silvia Bächli, Georg Baselitz, Joseph Beuys, Eduardo Chillida, Hanne Darboven, Markus Lüpertz, Gerhard Richter, Thomas Schütte oder Günther Uecker. „
Installation mit Archivkisten aus dem Vorlass von Klaus Staeck für das Archiv. Foto: Manfred Mayer
Werner Heegewaldt, Direktor des Archivs der Akademie der Künste, in „Akademie–Brief #2“:
Die Archivtools von Klaus Staeck
„Nichts ist erledigt.“ Das Credo des Plakatkünstlers Klaus Staeck prangt auf einem roten Koffer, der zu einem der jüngsten Neuzugänge des Archivs der Akademie der Künste gehört. Der Inhalt dokumentiert eine Ausstellung zu Fragen der Ökologie, wie Klimaerwärmung, Lufverschmutzung oder Atommüll. Die Schau tourt in den 2010er Jahren durch die Goethe-Institute weltweit. „Staeck-Plakate“ gelten als Markenzeichen für eine politische Kunst, die sich an ein breites Publikum richtet, gesellschaftliche Miss-Stände satirisch entlarvt und so zum Nachdenken über Kunst, Politik und Gesellschaft anregt. Die Toolbox als Ordnungssystem lässt erahnen, wie der Künstler sein überbordendes Material aufbewahrt und für sich erschließt. Staeck geht dafür einen unkonventionellen Weg und hat um die 500 rote Werkzeugkoffer zweckentfremdet. Seine eigenhändigen Aufschriften verdeutlichen die eitgespannten, interdisziplinären Interessen des Grafikers, politischen Aktivisten und Verlegers. Mitunter wirken die lakonischen Beschriftungen kryptisch oder auch geheimnisvoll: „anachronistischer Zugang, 1980″, „Bringt die Birne aus der Fassung“, „Lidl-Aktion l“, „Manuskript Störfall Kunst“ oder „Arno Breker IV“.
Bestens vernetzt mit der deutschen Kunstszene, arbeitet Klaus Staeck mit zahlreichen Kunstschaffenden aus unterschiedlichen Genres zusammen, wie Joseph Beuys, Heinrich Böll, Hanne Darboven, Jochen Gerz, A. R. Penck, Nam June Paik und Katharina Sieverding.
Seit 1968 verfolgt er das künstlerische Geschehen in Deutschland intensiv und legt dazu Sammlungen an. Sein umfangreiches Archiv wird so zu einem Spiegel deutscher Kunstgeschichte.
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Für Künstler wie für Sammler von Kunst und Zeitzeugnissen ist es ein großes Glück, dass es solche Archive wie das der Akademie der Künste gibt, und eine Sozietät von 400 Kunstschaffenden, die sich ein Archiv leistet, in Zeiten, da das Geld auch für Kulturausgaben immer knapper wird, verdient allen Respekt.
Und, um von meinem Beitrag für das Archiv zu sprechen, ist es eine gutes Gefühl, meinen Vorlass jetzt in der Nachbarschaft von George Grosz und Heartfield zu wissen – um nur zwei Namen aus der Vielzahl der Künstler zu nennen, die hier versammelt sind.
Fast ein Jahrzehnt durfte ich als gewählter Präsident in dieser Akademie dazu beitragen, dass die von Walter Jens und Heiner Müller gewagte Vereinigung der Ost- und West- Akademie mit einigem Erfolg weitergeführt werden konnte.
Ich erinnere an die große Leistung von György Konrád, als Präsident einer meiner Vorgänger, der dieser Akademie auch internationale Anerkennung gebracht hat. Konráds Nachlass wird ebenfalls hier in Berlin aufbewahrt und allen Interessenten zugänglich gemacht.
Und ich hoffe, dass auch alle nachfolgenden Präsidenten diesen großen Schatz künstlerischer Hinterlassenschaften würdigen, das Archiv der Akademie fördern und seine Bestände mehren helfen.
(07. Oktober 2025, zur Ausstellung „75 Jahre Archiv der Akademie der Künste“)
Ausstellung in der Akademie der Künste, Pariser Platz 4, 10117 Berlin
8. Oktober 2025 bis 18. Januar 2026, Di-Fr 14-19 Uhr, Sa So 11-19 Uhr
(…) Die Schau eröffnet mit einem kugelförmig angeordneten „Staeck-System“. Kleine rote Werkzeugkisten aus dem Baumarkt, in denen der legendäre Ex-Präsident der Akademie der Künste Klaus Staeck (87) viele Erinnerungen, Zettel und Fotos verwahrte. Er reiste zur Ausstellungseröffnung aus Heidelberg nach Berlin an, gab zu: „Das Sammeln ist etwas Pathologisches.“
Klaus Staeck in der Ausstellung, fotografiert von Charles Yunck für die BZ. Foto Manfred Mayer
Litfaß-Säule am Berliner Kollwitzplatz. Fotos: Michael Wismar
Zum Tag des Offenen Denkmals am 14. September 2025 wurde von Michael Wismar, Initiator des Projektes LITFASS GOES URBAN ART, eine historische Litfaßsäule am Berliner Kollwitzplatz mit Staeck-Plakaten beklebt. Zufallsgast war Wolfgang Thierse. In Berlin gibt es ca. 2500 Litfaßsäulen, die für kommerzielle Plakatwerbung genutzt werden. Davon stehen 24 Litfaßsäulen unter Denkmalschutz.
Seit April 2019 setzt sich das Projekt Litfass Goes Urban Art dafür ein, dass alle 24 denkmalgeschützten Litfaßsäulen nicht mehr für kommerzielle Werbung verpachtet, sondern an ein Bündnis aus Berliner Kulturschaffenden und lokalen Kulturinstitutionen übergeben werden. Der in Berlin lebende Künstler und Initiator des Projektes, Michael Wismar, kuratiert seit 2019 auf denkmalgeschützten Litfaßsäulen mit unterschiedlichen Künstlern und Künstlerinnen. Seit 2022 nimmt er jährlich an der Veranstaltung Tag des Offenen Denkmals teil und versucht so auf eine alternative Nutzung der Säulendenkmäler durch eine künstlerische Intervention aufmerksam zu machen. 2021 bekam er vom Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg eine Litfaßsäule geschenkt, welche er 2022 mit der Unterstützung von der Künstlerin Marina Naprushkina auf dem Bahnhofsvorplatz Gesundbrunnen aufstellte. Seitdem wird die Säule jeden Monat künstlerisch bespielt. (Textquelle: Wikipedia)
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„Wir müssen lauter werden im Kampf für unsere Demokratie, aufstehen gegen die AfD, gegen Rassenhass, für mehr Gerechtigkeit, die Würde des Menschen gilt auch für Geflüchtete.“ So zitiert Alfons Pieper Klaus Staeck für einen aktuellen Beitrag im „Blog der Republik – Stimmen für Demokratie“ vom 5. September 2025. Hier der Link zum Beitrag.
Radierungen, Bilder mit Ritztechniken und Ölgemälde. Im Theologischen Zentrum Braunschweig können Interessierte Kunstwerke mit christlichen Motiven oder Bedeutungen ausleihen. Nach Angaben des gleichnamigen Verbandes ist es die erste christliche Artothek Deutschlands. Die Bilder unterscheiden sich von der Kunst in klassischen Artotheken, da sie zum einen Bilder aus der Geschichte des Christentums darstellen. Zum anderen greifen sie auf abstrakte Weise Fragestellungen politischer oder gesellschaftlicher Debatten auf.
mit Präsentation aus dem Vorlass des Klaus-Staeck-Archivs – Eröffnung am 7. Oktober in Berlin
Bestandteile des Vorlasses „Klaus-Staeck-Archiv“ Foto AdK
»Nichts ist erledigt.« Das Credo des Plakatkünstlers Klaus Staeck prangt auf einer roten Box, die zu den jüngsten Neuzugängen des Archivs der Akademie der Künste gehört. Ihr Inhalt dokumentiert eine Plakat-Ausstellung, in der sich Staeck mit Fragen der Ökologie wie der Klimaerwärmung, Luftverschmutzung oder des Atommülls beschäftigt und die in den 2000er Jahren weltweit durch die Goethe-Institute tourte. Nicht nur dadurch wurde das »Staeck-Plakat« zu einem Markenzeichen für politische Kunst, die sich an ein breites Publikum richtet, gesellschaftliche Missstände satirisch entlarvt und so das Nachdenken über Kunst, Politik und Gesellschaft anregt. Der Neuzugang steht beispielhaft für das Profil des Akademie-Archivs, das heute als bedeutendste interdisziplinäre Sammlung zur Kunst und Kultur der Moderne im deutschen Sprachraum gilt und über 1.300 Archive von Persönlichkeiten aus allen Kunstsparten sowie zahlreiche Bestände von Kunstinstitutionen und -verbänden verwahrt. (…)
AusstellungOut of the Box – 75 Jahre Archiv der Akademie der Künste, vom 8. Oktober 2025 bis 18. Januar 2026, Akademie der Künste, Pariser Platz 4, Berlin. Öffnungszeiten: Di-Fr 14-19 Uhr, Sa/So/feiertags 11-19 Uhr
2025 feiert das Archiv seinen 75. Geburtstag. Die Ausstellung wirft einen Blick hinter die Kulissen und zeigt, welche Aufgaben, Herausforderungen und Erträge sich mit der Arbeit am Gedächtnis verbinden. 75 Geschichten über ikonische Werke, wie Walter Benjamins Aufsatz »Was ist Aura?«, Bertolt Brechts »Dreigroschenoper«, die Nationalhymne der DDR, Anna Seghers Roman »Das siebte Kreuz«, John Heartfields Collagen oder Käthe Kollwitz’ Mahnmal für den Frieden erzählen von der Aura der Objekte, der Ordnung der Dinge und von der Macht der Archive, den Kanon für die Erinnerungsarbeit künftiger Generationen zu bestimmen. Zugleich zeigen sie, dass es im Zeitalter »alternativer Fakten« immer wichtiger wird, dass ein Archiv die Gewähr für authentische und verlässliche Informationen bietet.
Plakate und Postkarten von Klaus und Rolf Staeck neben Arbeiten zahlreicher anderer Künstler im Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst
Gezeigt werden Mail Art, Plakate und Faltrollos alternativer DDR-Kunstszenen bis zum 24. August 2025 im Dieselkraftwerk Cottbus. Darunter auch Arbeiten von Rolf Staeck und zwei Plakate zu Ausstellungen von Klaus Staeck. Mehr zur Ausstellung über diesen Link.
Rolf Staeck: Bitte freilassen, 1981; Losung 83: Vorwärts, 1982; Losung 78: Die Sorge um den Menschen, 1977; Losung 84: Alles im Griff, 1983; Offsetdruck, Leihgabe Lutz Wohlrab Plakat von Manfred Butzmann: „Die Gedanken sind frei – Klaus Staeck Plakate aus der BRD“; Kulturbund der DDR, Galerie Comenius, Dresden 1981. Offsetdruck: Druckerei Graetz, VG Bild-Kunst 2025, Brandenburgisches Landesmuseum für moderne Kunst. Schenkung Armin Müller Plakat von Joachim Jansong und Klaus Staeck zur Ausstellung im Cotta-Club Freiberg (1990/1991), Siebdruck, Brandenburgisches Landesmuseum für moderne Kunst. Schenkung Joachim Jansong